Die 39. Feder – Das Spiegelbild deiner Figuren

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“Aber wenn ihr nicht versteht, dass eine Geschichte aus den Figuren besteht (…), dann könnt ihr selbst dem genialsten Einfall kein Leben einhauchen”, schreibt Elizabeth George im ersten Kapitel ihres Schreibratgebers “Wort für Wort” (2004, 16).
Meine Bücher geraten mir im ersten Entwurf oft sehr plotlastig. Ich muss die Figuren erst noch anfüttern, bis sie als kleine Individuen über die Seiten huschen und mir und der Geschichte lachend ein Beinchen stellen, indem sie machen, was sie selbst wollen.
Ich habe mir mit der Zeit einen Figurenspiegel zusammengebastelt, der mir bei diesem Anfüttern der kleinen Biester behilflich ist. Und da ich bei allen Fragen mit großer Zuverlässigkeit eine Antwort im Internet auf anderen Blogs, auf Pinterest oder in Online-Lexika finde, möchte ich nun ebenfalls etwas beisteuern. Vielleicht hilft euch meine Art, die Figuren meiner Bücher zu portraitieren. Vielleicht gebt ihr mir sogar Feedback, was noch fehlt und euch beim Seele-Einhauchen bei euren Charakteren behilflich ist.
Jetzt ans Eingemachte: Als Beispiel für meine Figurenspiegel die Eigenschaftenliste für Frauen:
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Name:              

Spitzname:

Alter:

Geburtstag:   

Sternzeichen:

Erste Nennung:

Nationalität:

Aura:

Attribut:

 

1.     Körper:

Größe:                        Gewicht:

Haut:

Statur:

Muskeldefinition:

Körpermaße:

Geruch:

Gang:

Haltung:

Gestik:

2.     Hände:

Finger:

Nägel:

3.     Haar:

Farbe:

Beschaffenheit:

Frisur:

 

Hobbys:

 

 

Angewohnheit:

 

 

Energielevel:                  IQ:

Reaktion auf Stress:

 

Aufmerksamkeit:

 

Lebensfokus:

 

Lebenswunsch:

Grundlegender Wesenszug:

Charakter:

 

 

 

 

 

 

 

 

4.     Augenbrauen:

Farbe:

Dicke:                     Dichte:

5.     Wimpern

Farbe:                     Länge:                   Dichte:

6.     Gesicht:

Teint:

Sommersprossen:

Schönheitsflecke:

Kopfform:

Ohren:

Augenfarbe:

Augenform:

Nase:

Mimik:

7.     Mund:

Lippen:

Zähne:

Stimme:

Ausdruck:

8.     Makeup:

Lidschatten:                         Eyeliner:

Rouge:                                 Lippenstift:

 

1 Geselligkeit:

2 Emotionale Stabilität:

3 Offenheit für Ehrfahrungen:

4 Gewissenhaftigkeit:

5 Umgänglichkeit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rätselhafter Zug:

 

 

Besonderheiten:

 

 

 

 

9.     Kleidung:

Alltag:

 

Abend:

Schlafanzug:

Sport:

Baden:

Schuhe:

Accessoires:

 

10.  Favoriten:

Essen:

Trinken:

Musik:

Literatur:

Farbe:

Tier:

Phobien:

 

 

11.   Sonstiges:

Politische Einstellung:

Ausbildung:

Beruf:

Geschichte:

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Qualvoll ist es leider manchmal, diese Tabelle für jede Hauptfigur anzufertigen, aber wenn es einmal geschafft ist, dann erhebt sich die Figur ganz von alleine von ihren vier Buchstaben, geht auf die anderen Buch-Insassen zu und zettelt die nächste Revolte an, um sich und ihrem individuellen Charakter Ausdruck zu verleihen.

Ich freue mich, von euch zu hören 🙂

Fühlt euch federleicht.

Quellen:
George, Elizabeth (2004): Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben. Deutsche Erstausgabe, Goldmann Verlag, München.

Die 35. Feder – Was unsere Lieblingsbücher über uns verraten

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Ich nenne euch meine Lieblingsbücher und ihr wisst, wer ich bin. Funktioniert nicht? Ich versuche es mal:

Ronja Räubertochter – Ich liebe Ronjas Verbindung zur Natur und ihre unermüdliche Sehnsucht die Welt mit eigenen Augen zu entdecken. Ihre Geschichte begleitet mich seit frühester Kindheit und hat in mir und meinem Schützeherzen (ich wurde am 10. Dezember 1987 geboren) stets den Wunsch erneuert, frei zu sein, die Wunder unserer Erde hautnah mitzuerleben und jeden Frühling das Erwachen der Natur mit einem Freudenschrei zu begrüßen 😉

Tam, mein Silberhengst – Das Buch vom Abenteuer von Mary und ihrem australischen Wildpferd Tam ist ziemlich zerfleddert. Das liegt daran, dass ich es geschätzte Tausend Mal gelesen habe. Meine Liebe zu Pferden ist schon sehr früh erwacht und an meinem fünften Geburtstag habe ich das Geschenk meines Lebens bekommen: Einen Gutschein für fünf Reitstunden auf dem Schimmelpony Blitz. Dass ich den Gutschein dank investigativer Maßnahmen schon einige Tage vor meinem Geburtstag fand, bleibt hier unerwähnt und dass Blitz mit großer Vorliebe Anfänger abbuckelte auch.

Harry Potter – Die Magie dieser Fantasyreihe hat mich damals voll erwischt. Ich spürte zum ersten Mal, dass von den Seiten eines Buches eine alles übertreffende Sucht ausgehen kann. So tauchte ich in die Welt Hogwarts ein und tauchte wieder auf, um einen eigenen Fantasyroman zu schreiben. 2005 veröffentlichte der Elfen Verlag meinen Erstling „Xamira“, in dem es um eine junge Hexe geht, die einer zerrütteten Welt Frieden bringen soll, zunächst aber herausfinden muss, ob sie die dazu nötige Macht in sich trägt. Harry Potter stehe hier stellvertretend für alle Fantasybücher, die ich seitdem verschlungen habe – die ächzenden und krummen Holzregale in meiner Wohnung können ein Lied davon singen.

Kabale und Liebe – In der Oberstufe begegnete ich zwei neuen Helden meines Leseruniversums. Das Drama um Luises und Ferdinands unglückliche Liebe traf mich mitten in mein romantisches Herz. Seitdem ist mir klar geworden, dass ich nur noch Bücher mit Liebesgeschichte in die Reihen meiner Favoriten aufnehmen könnte. Das schlägt sich auch in meinem Schreiben nieder: In meinen Büchern suchen und finden sich Liebende, auch wenn sie dafür Intrigen überstehen, Gifttränke schlucken und sonstige Irrungen und Wirrungen hinter sich lassen müssen. Mein Mantra: It’s all about love. Und außerdem: It’s all about magic. Denn was aus meiner (elektronischen) Feder kommt, ist immer und ganz automatisch dem Fantasy-Genre zuzuordnen. Auch mein neustes Projekt, die Amazonen-Reihe „Vayas Töchter“, ist erfüllt von magischen Ritualen, mystischen Wesen und giftigen Küssen.

Gestaltwandler – Heute lese ich mit ganz viel Hingabe alle Fantasybücher über körperliche Metamorphosen, die ich in die Finger bekommen kann. Angefangen von Gestaltwandlern über Vampire bis hin zu Dämonen. Besonders fesseln mich an diesen Geschichten die Möglichkeiten, die ein übermenschlicher Körper mit sich bringt. Nalini Singh, Lara Adrian und Christine Feehan sind einige der Autorinnen, von denen ich schwärmen kann ❤